Ich möchte euch heute das Firefox AddOn “ipFlood” vorstellen. Leider kann man anhand des Namen nicht die eigentliche Funktion ableiten, daher werde ich diese hier ein wenig genauer erklären.
Wir bewegen uns im Internet mit IP-Adressen, jedem Gerät welche im Netz aktiv ist besitzt eine IP-Adresse. Dabei Unterscheidet man allgemein zwischen privaten und öffentlichen IP-Adressen. Eine private IP-Adresse kennen die meisten wahrscheinlich von zu Hause in folgender Form 192.168.x.x dabei kann jedes x für eine Zahl zwischen 0 und 255 stehen. Um jedoch auf das Internet zugreifen zu können benötigen wir jedoch eine öffentliche IP-Adresse, welche uns von unserem Internet-Provider zugeteilt wird. Falls wir nicht direkt mit dem Internet verbunden sind, sondern beispielsweise über einen WLAN-Router mit dem Internet kommunizieren, dann ist dem Router diese öffentliche IP-Adresse zugewiesen. Der Router übersetzt dann die Datenpakete vom und ins Internet sodass sie eurem Gerät in einem lokalen Netzwerk entsprechend zugeordnet werden kann. Das ganze funktioniert mithilfe der Network Adress Translation, kurz NAT.
Desweiteren möchte ich euch kurz mal das Proxy-Server-Prinzip erklären um anschließend auf die genaue Funktion des AddOn’s ipFlood einzugehen. Im Internet werden Proxy Server meistens verwendet um Unternehmensnetzwerke vor unberechtigte Zugriffe von außen zu schützen und zu Filtern. Auch eine Möglichkeit ist es, seinen Internetverkehr zu anonymisieren, jedoch sind öffentliche anonyme Proxy-Server meist ziemlich langsam und bieten nicht die Performance die man von seiner DSL-Leitung gewohnt ist. Zudem werden über euren Browser letztendlich trotzdem eure Originalen IP-Adressen mitgeteilt, solange ihr dies nicht explizit unterbindet.
Was kann man also nun mit dem AddOn ipFlood tun. Es gibt den sogenannten X-Header welcher in HTML Paketen vorkommt, die über ProxyServer verwendet werden. Wenn
ihr nun also eine Internetseite, nehmen wir beispielhaft mal www.google.de aufruft, dann sieht Google insgesamt bis zu drei IP-Adressen, zum ersten, die IP-Adresse des Proxy-Servers, zum zweiten eure eigene IP-Adresse und ggf. noch eure interne LAN-IP-Adresse. Aufgrund der Tatsache das die eigene IP sowie die lokale IP im X-Header stehen, sind sie manipulierbar, und genau das tut das AddOn ipFlood. Es zeigt einer aufgerufenen Webseite im Prinzip, das Ihr ein ProxyServer seid und das Paket gar nicht für euch ist, sondern für jemand ganz anderes. Für euch selbst bleibt alles wie gehabt, lediglich die Sicht nach außen ändert sich. Dies kann unter Umständen hilfreich sein, wenn man selbst nicht als eigentlichen Anfragenden einer Webseite identifiziert werden möchte, aber was ihr mit diesem Tool noch anstellen könntet, überlasse ich auch euch.
Zu Finden ist das AddOn auf der Firefox Addon Seite, der Hersteller selbst hat HIER seine Internetseite. Ich wünsche nun Viel Spaß beim ausprobieren.
Der große Musikstreamingdienst Grooveshark funktioniert in Deutschland nicht mehr. Hier die Nachricht der Betreiber:
“Aufgrund unverhältnismäßig hoher Betriebskosten stellt
Grooveshark den Zugriff aus Deutschland ein.Wir werden Sie vermissen! Sie können uns gerne schreiben. Wir hoffen, eines Tages zurück zu kommen. Wenn Sie die Betriebskosten für Anbieter wie Grooveshark herabsetzen wollen, können Sie eine höfliche Nachricht an die GEMA zu schicken.”
Aber keine Angst, heutzutage gibt es Mittel und Wege, solche Websperren zu umgehen. Ich berichtete bereits über anonymes Surfen, natürlich kommt man über einen amerikanischen Proxy noch auf gesperrte Seiten, YouTube-Links, etc.
Aber nicht jeder Internet-User hat den Willen oder das Wissen, solche Möglichkeiten einzurichten.
Doch ein tolles Add-On für Firefox und Chrome schafft Abhilfe: Stealthy.
Hier die offizielle Beschreibung des Herstellers:
Den Begriff Stealth- oder Tarnkappentechnik kennt man aus der Militärsprache. Dort wird mit einem Stealth oder Tarnkappen-Bomber ein Flugzeug bezeichnet, das unerkannt vom gegnerischen Radar in Feindesland eindringen kann. So ähnlich funktioniert das kleine Tool Stealthy für den Firefox auch. Wenn Unternehmen in ihrer Firewall bestimmte unerwünschte Webseiten wegfiltern, oder Internet-Dienstleister bestimmte Dienste in bestimmten Ländern nicht anbieten wollen oder dürfen, kann man sich mit Stealthy unerkennbar machen, um die Webseiten doch noch sehen zu können.
Das kann enorm wichtig sein zum Beispiel in Ländern wie China oder dem Iran, wo die Seiten von Facebook oder Twitter mitunter einfach von den Regimen ausgefiltert werden.
Aber auch in Deutschland klagen viele über die vielen Musikvideos auf YouTube, die man in Deutschland wegen des Lizenzstreits mit der GEMA nicht sehen darf. Mit einem installierten Stealthy wird YouTube einfach eine nicht-deutsche IP vorgegaukelt und die Videos laufen völlig problemlos.
Nach der Installation, für die es wie bei allen Firefox-Addons keiner Administrator-Berechtigung bedarf, setzt sich das Stealthy-Icon, ein stilisiertes kleines Tarnkappenflugzeug, in die Navigationsleiste. Normalerweise leuchtet es dort rot, was bedeutet, dass man ohne den Anonymisierungs-Schutz von Stealthy im Web surft.
Klickt man nun einmal darauf, wandelt sich die Farbe in Grün. Stealthy sucht nun selbstständig einen Anonymisierungs-Proxy und man surft fortan anonym. Zumindest solange man seinen Internet-Zugang nicht für kriminelle Aktivitäten nutzt.Fazit: Wer endlich wieder bei YouTube Musikvideos sehen möchte, oder trotz Unternehmens-Webfilter Seiten wie Facebook oder Twitter, kann sich einfach das kleine Stealthy-Addon im Firefox installieren.




